












19.09.2020 im Klonggarten 20:15 bis 23:00
Verantwortliche Person/en: Jonas Gladbach
Beteiligte Person/en: Jonas Gladbach, Henry Skibbe, Laura Heyer, Max Meyer, Hanna Schott, Clemens Paschke + 3 HelferInnen
Inhalt sollte die abstrakte Vorstellung der Bücherwelten sein. Das Buch wurde in diesem Kontext als Zufluchtsort und als etwas sehr persönliches verstanden. Durch die Performance wurde gleichermaßen der Austausch zwischen den Büchern aber auch die Unmöglichkeit eines objektiven Verständnisses thematisiert.
In den “Zwischenwelten” wurden die BesucherInnen auf eine Reise in die Bücher eingeladen und im multimedial gestalteten Garten durch die Welten geleitet. Die BesucherInnen waren aufgefordert ein eigenes und auserwähltes Buch mitzubringen, eine Seite mit einem Lesezeichen zu versehen und es am Einlass an der Büchergarderobe abzugeben. Danach durften sie sich frei im Garten bewegen, ihn entdecken, verweilen und beobachten. Der Inhalt wurde maßgeblich durch die BesucherInnen und ihre mitgebrachten Bücher bestimmt. Diese sollten der Mittelpunkt des Abends sein.
Die Bücher wurden dann Teil eines Rituals, bei dem aus den Büchern laut vorgelesen wurde und einzelne Textabschnitte aus den Büchern abgeschrieben wurden. Drei PerformancekünstlerInnen standen dabei an Stehpulten und haben einen gesprochenen Teppich gewebt. Im Eingangsbereich war auf dem Boden eines ausgebauten Anhängers das Gedicht “Für euch, die ihr lest” von Lucie Schulze ausgelegt, das die BesucherInnen auf die kommende Situation einstimmen sollte. Begleitet wurde das Ritual von einer Lichtperformance von Henry Skibbe, die den Garten und die angrenzende Häuserfassade bunt und bewegend belichtete und einer Klangperformance von Jonas Gladbach, die ausgehend von einem Lautenstück aus dem 16. Jahrhundert bis hin zu experimentellen Klängen der Zukunft führte. Eine nachdenkliche und magische Stimmung hat dieses Ritual begleitet und den BesucherInnen viel Spielraum zur Interpretation überlassen.
Die von den PerformerInnen abgeschriebenen Textabschnitte wurden dann in ein jeweils anderes Buch eingelegt, damit in jedem Buch ein Teil eines anderen Buches eingepflegt war. So konnten schließlich die BesucherInnen ihre eigene Bücherwelt und Teile der gemeinsamen Zwischenwelt mit nach Hause nehmen.
Die Resonanz war durchgehend positiv. Viele BesucherInnen haben sich noch an dem Abend für die magische Atmosphäre bedankt und den Aufenthalt im Garten genossen. Viele haben berichtet, dass sie durch die vielen Sinnesreize nicht überladen waren, sondern in eine ruhige Stimmung versetzt wurden. Die Veranstaltung war gelungen und hat die gewünschte Wirkung weitestgehend erfüllt. Die PerformancekünstlerInnen haben das ebenfalls so wahrgenommen und von einem gegenseitigen Austausch gesprochen, bei dem beim Vorlesen durch unterschiedliche Intonation interagiert wurde. Durch das Licht und den Klang wurde der gesamte Ablauf umspannt – Henry Skibbe und Jonas Gladbach waren mit dem Ablauf insgesamt zufrieden.
Grundsätzlich verlief die Zusammenarbeit der Künstler von SCHREI AUF e.V. und dem Klong Kollektiv wertschätzend und ergebnisorientiert. Das hat letztendlich auch ermöglicht, dass der Abend erfolgreich sein konnte.